Euro Krise - wie rette ich mein Geld?




Sehr viele Deutsche sind auf Grund des Schulden-Dramas besorgt um ihr Erspartes.
Was kann der deutsche Anleger tun?

In Immobilien investieren?

Die Immobilienpreise haben in der letzeten Zeit stark angezogen. Hinzu kommt, das zum Beispiel in Nordrhein Westphalen ab Oktober die Grunderwerbsteuer von 3,5 auf fünf Prozent steigt. Wer eine Immobilie als Geldanlage nutzen möchte, sollte genug Eigenkapital besitzen um sich nicht mit den Kreditraten zu überfordern. Aber auch eine gute Immobilie in bester Lage, kann Risiken mit sich bringen. Oft macht die Immobilie nämlich mit Abstand den größten Teil der Geldanlage aus. Es gibt keinen Inflationsschutz, wenn etwas schief geht. Eine Immobilie bietet unter Umständen keine sichere Geldanlage.


In Aktien investieren?

Zur Zeit ist es eher sehr schwierig eine Rendite zu erzielen, die höher als die Inflation ist. In Inflationszeiten sind Aktien als Sachwerte eine gute Geldanlage. Eine absolute Sicherheit gibt es aber trotzdem nicht. Auf Grund der starken Schwankungen, denen derzeit Aktien, aber auch Gold und Staatsanleihen unterliegen empfiehlt es sich, seine Geldanlagen breit zu streuen. Zum Beispiel aus einer Mischung von Zinseinlagen und breit streuenden Aktienfonds.

Fremdwährungen?

Das Investieren in andere Währungen bringt immer ein Risiko mit sich. Der Euro und der amerikanische Dollar sind eher nicht zukunftssicher. Anders sieht es mit den Schweizer Franken, den norwegische Kronen und den Dollar aus Kanada, Australien und Neuseeland aus, aber auch hier gibt es keine Garantie. Fremdwährungen sind keine sicheren Geldanlagen, sondern nur Spekulationen. Alle Währungen können jederzeit steigen oder fallen.


Spareinlagen?

Wer sein Geld in Spareinlagen anlegt ist auf der sicheren Seite, da diese Beträge durch die Einlagensicherung in Höhe von 100 000 Euro geschützt sind. Einige Bankengruppen bieten noch weitere, freiwillige Sicherungseinrichtungen an. Zu beachten ist allerdings, dass die Renditen vieler Spareinlagen oft unter der Teuerung von derzeit 2,3 Prozent liegen. Wer längerfristig anlegen möchte, könnte mit einem Sparbrief, der eine Laufzeit von drei Jahren hat, vier Prozent Zinsen kassieren. Es ist jedoch zu beachten, dass die Geldentwertung ein Problem darstellt.


Schulden?

Nicht nur das Vermögen, sondern auch die Schulden werden in einer Inflation weniger wert. Einige Menschen stellen sich dann die Frage, ob man in dieser Zeit nicht Kredite aufnehmen sollte? Davon ist aber unbedingt abzuraten, da niemand weiß ob und wann eine Inflation kommt.


In Gold investieren?

Viele Menschen legen ihr Vermögen in Gold an. Der Goldpreis steigt fast täglich auf ein neues Rekordniveau. Allerdings eignet sich Gold nicht als sichere Geldanlage, da immer auf einen Rohstoffpreis spekuliert wird. Da aber nicht mit Komplettverlusten zu rechnen ist, eignet sich Gold als zusätzliche Geldeinlage. Wer also nur einen Teil seines Vermögens in Gold investiert, kann also keine Totalpleite erwarten.



Kommentare:

Gerhard A. schrieb:
Ich würde mal sagen, wir stehen erst am Anfang der Krise und was wir jetzt erleben ist nur die Spitze des Eisbergs. Was haben wir auf der einen Seite? Arbeit die immer weniger wert wird. Immer mehr Menschen die trotz eines Full -time - jobs ihren Lebensunterhalt nicht bestreiten können -> Aufstocker. Dann die Tendenz Kinder möglichst früh in Einrichtungen abschieben zu können. Gegenüber von uns ist ein Kindergarten - sorry, Familienzentrum - die bauen jetzt um damit dann demnächst auch schon Kinder ab einem halben Jahr aufgenommen werden können. Wozu das Ganze? Ganz einfach ... es gab mal die klassische Rollenverteilung. Vatta an der Schippe und Mutta bei den Kindern im Haus am Herd. Bevor jetzt jemand was sagt, ich bin Hausmann und bei Lohngerechtigkeit zwischen den Geschlechtern muss ja nicht zwangsläufig die Frau zu Hause bleiben. Viel wichtiger ist, früher hat ein Einkommen gereicht! Die ganze Kinderbetreuungsgeschichte ist doch nichts anderes als der lange Arm der Wirtschaftslobby dass beide Eltern arbeiten müssen weil die Löhne nicht zu hoch sein sollen. Genauso der Leiharbeitssektor. Auf der anderen Seite die immer stärkere Tendenz Gewinne zu privatisieren und Verluste zu sozialisieren. Das ganze gepaart mit der Mär vom unendlichen Wachstum. Bei uns zum Beispiel läuft immer noch ein Röhrenfernseher, die Stereoanlage ist uralt und ein Handy gibt es alle zwei Jahre umsonst vom Anbieter ... sprich, teure Dinge werden nur dann ersetzt wenn sie kaputt sind und nicht weil es etwas vermeintlich besseres gibt. Man stelle sich vor, dass würde jeder so handhaben. Dazu die Produktion für die Überproduktion. Die Vermehrung der Geldmenge ohne das Produktivität dahinter steckt. Und in absehbarer Zeit immer weniger Menschen deren Einkommen groß genug ist diesen Prozeß aufrecht zu erhalten ... Und wegen Griechenland, da habe ich mich von Anfang an schwarz geärgert. Also, der Tenor war, Griechenland muss gerettet werden, weil das Land für die EU systemisch ist. Aber eine Rettung wird von den Sparmaßnahmen abhängig gemacht. Ja was denn nun. Wenn Griechenland gerettet werden MUSS dann muss man es retten. Aber scheinbar ja irgendwie doch nicht ... Dabei wäre es ganz einfach gewesen. Diese ganzen Hilfspakete waren doch in der Hauptsache dazu da, dass Griechenland trotzt enormer Zinsleistungen auch weiter seinen eigenen Ausgaben nachkommen kann. Aber das Hauptproblem sind ja die riesigen Zinszahlungen. Zinsen für Investoren,die schon ein mehrfaches ihres eingesetzten Kapitals an GR verdient haben. Ergo sind die Rettungspakete doch nichts anderes als die Sicherung der Gewinne der Investoren. Und für die darf der Steuerzahler bluten. Für das Risikokapital privater (und öffentlicher) Investoren. Jetzt wird schon von einem Schuldenschnitt gesprochen. Warum hat man, als die Krise offensichtlich war denn nicht im Rahmen der Rettungspakete, natürlich mit Haushaltssanierung Griechenlands und sozial verträglichen Sparmaßnahmen, denn nicht von einem Zinsschnitt gesprochen? Aussetzung der Zinszahlungen unter Aushandlung eines Tilgungsmodus. Eingesetztes Risikokapital ginge nicht verloren, es gäbe halt nur keine Gewinne! Stattdessen habe wir als Staat nun weitere Schulden für die Gewinne einiger am Allerwertesten. Dann demnächst Irland, Portugal, Italien, GB und die USA! Das sieht einfach nicht gut aus.


anonym schrieb:
Wer vor 18 Monaten 1.158,48 € in die Aktien der Commerzbank investiert hat, musste sich 18 Monate lang über fallende Kurse ärgern und hat heute noch 215,28 € übrig. Wer vor 18 Monaten 1.158,48 € in Krombacher Pils investiert hat, konnte 18 Monate lang jede Woche einen Kasten herrliches Pils genießen, war ständig heiter, hatte dadurch 'ne Menge Spaß, hat 72 m² Regenwald gerettet und hat heute noch.... (Achtung, jetzt kommt's!)... Leergut im Wert 223,20 € !!!!!!!!! Also kauf Bier für euer Geld


graf zahl schrieb:
Bei den finanzierten Immobilien ist das Problem, dass nach einer Megainflation bzw. Abwertung der Währung eine Neubewertung der Immobilien erfolgt und man sofort wieder in der "neuen" Währung Schulden hat, die Bank steht ja im Grundbuch... Am schlimmsten wird es die treffen, die so eine "tolle" (für den Vermittler) Finanzierungsform mit endfälligem Darlehen und Ansparen über Lebensversicherung und Aktien haben, die werden Alles verlieren. Wer kann, sollte Guthaben gegen Schulden eintauschen, so dass Grundbuch und KFZ - Brief "sauber" sind.


jens schrieb:
Zunächst mal mache ich mir wegen irgendwelcher Währungsumstellungen oder so keine Sorgen! Eine Inflation wie in früheren Zeiten wird es nicht geben, da bin ich sicher. Ich habe mein Haus (das noch nicht bezahlt ist, aber das kommt ja mit der Zeit), irgendwann noch das Haus meiner Eltern (die hoffentlich noch lange keben), und dann habe ich meine Rentenversicherungen (Direktversicherung, Riester und klassische Rentenversicherung). Wenn ich immer höre, das man ja nicht weiß was später ist und man lieber jetzt alles Geld auf den Kopf hauen soll kommt mir das kalte Grausen. So könnte ich nicht leben. Sicher, ich lebe jetzt, und ich lebe nicht schlecht mit Haus, Womo, Motorrädern usw, aber genau das möchte ich auch später können, gerade dann, wenn ich Rentner bin und Zeit habe. Ich kenne durch meinen Job genug Leute, die in Rente sind, gesund sind, aber nichtmal eine kleine Reise oder einen Wochenendausflug machen können weil das Geld nicht reicht.... Ich könnte vielleicht noch mehr machen, statt der Rentenversicherungen vielleicht noch eine einwöchige Tour mehr pro Jahr machen und das Geld so ausgeben. Natürlich könnte ich auch garnicht so alt werden um überhaupt in den Genuss einer Rente zu kommen, das weiß ich nicht, aber genausogut könnte ich über 100 Jahre alt werden, auch das weiß ich nicht, und dann möchte ich nicht nur zuhause sitzen müssen und nichts mehr machen können weil kein Geld da ist. Auch weiß ich nicht, was mein Geld später noch wert ist, aber eines weiß ich: wenn ich nichts spare habe ich später mit Sicherheit nichts und ende genau so, nämlich arm auf dem Sofa. Es besteht die Möglichkeit, dass sowas trotzdem passiert, weil das Geld nicht mehr soviel wert ist, aber ich gehe jetzt davon aus, dass ich in jedem Fall mehr haben werde als jemand, der nichts spart.... So haben es auch schon meine Eltern gehalten, die sind nun seit 12 Jahren Rentner und genießen die Zeit, sind viel mit ihrem Womo unterwegs und können sich Vieles leisten was andere in dem Alter eben nicht mehr können. Und das sollen sie genießen solange es noch irgendwie geht. Ich bin jetzt 42 Jahre alt, dauerhaft (und mittlerweile auch als kurzfristige Anlagen) sehe ich als das Sicherste Versicherungen an. OK, ich arbeite selbst in der Branche im Aussendienst, aber gerade deshalb sehe und höre ich beinahe täglich, wie die Menschen bei Bankanlagen, selbst Immobilien, anderen "tollen" Investments Geld verlieren bzw. auch Immobilienwerte sinken bzw. hohe Kosten für Instandhaltung verursachen. Gold ist auch keine Alternative, weil es eben auch Kursschwankungen unterliegt und zur Zeit richtig teuer ist....


Arno schrieb:
Ich habe ein schuldenfreies Haus,werde nächstes Jahr meine dann fällige Lebensversicherung wie folgt anlegen:Rentenversicherung,Ökologische Stromerzeugung,Auszahlungsplan VR sowie in 2018 in ein neues Womo das ich zu einem großen Teil aus einem Riester-Vertrag finanziere. Ich glaube nicht das wir noch mal eine Inflation wie 1929 bekommen, halte es aber für möglich das wir und alle anderen Länder des Euroraums wieder zu unseren alten Währungen zurückkehren werden.




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